Arkanoid DS Review / Test
Ältere Semester erinnern sich noch ziemlich gut an die alten Zeiten, als Videospiele gerade eine neue Ära einläuteten. Damals bestand ein Spiel noch aus wenigen Pixeln und wurde bestenfalls von einem piepsigen Soundtrack begleitet. In der heutigen Zeit würde man solche Spiele nicht mehr anfassen, wenn es denn das Zauberwort Retro nicht geben würde. Retro ist ungemein beliebt und zieht den allseits beliebten Nostalgie-Trip mit sich nach. Es existiert eine eigene Szene, die sich auf alte Spiele spezialisiert hat und diese verehrt. (Anm.: www.retrowelt.com) Natürlich wird es vor allem dann interessant, wenn die alten Klassiker neu aufgelegt werden. Geschehen ist das mit Arkanoid DS, das nichts von seinen Ur-Wurzeln verloren hat.
Am Anfang war ein Block…
Arkanoid ist eine Art Breakout-Klon, denn die beiden Spiele unterscheiden sich nicht großartig voneinander. Dennoch hat Arkanoid damals seine Daseinsberechtigung verdient erkämpft. Alles fing 1986 an, als Taito den ersten Arkanoid Arcade-Automaten herausbrachte, dem im gleichen Jahr eine MSX- und NES-Version folgte.
Das Spielprinzip ist recht simpel. In jeder Stage gibt es einen Schläger bzw. ein Vaus, das hin und her bewegt wird, und auf dem ein Energieball abprallt. Die Richtung des Energieballs kann durch mehrere Aufprallpunkte des Vaus mehr oder weniger kontrolliert werden. Der Energieball wird daraufhin gegen Blöcke geschleudert, die meistens sofort zerstört werden. Das Ziel ist somit klar: Mit Hilfe des Balls und des Vaus müssen alle Blöcke vernichtet werden. Das klingt im ersten Augenblick noch recht langweilig, doch schon damals fesselte das Spielprinzip sehr lange, was es auch heute noch macht.
Wenn man Breakout mit Arkanoid vergleicht, dann fällt ein Detail auf,
das Arkanoid direkt unterscheidet. Manche mögen es, manche eher nicht, doch die Items garantieren puren Spielspaß. Items geben dem eher trägen Spielablauf erst die richtige Würze. Sobald ein bestimmter Block zerstört wird, fällt ein solches Item herab, das mit dem Vaus eingesammelt werden muss. Das kann etwa ein Laser sein, mit dem sich die Blöcke schnell zerstören lassen. Aber auch ein Mega Ball, der durch die Blöcke wie durch Butter schießt, denn er löst sie einfach auf. Sobald also ein neues Item eingesammelt wird, verschwindet das alte. Mit der Zeit wird der Ball immer schneller, so dass sich Anfänger gerne das Slow-Item herbeiwünschen, damit der Ball wieder langsamer wird. Irgendwann wird der Ball jedoch so schnell, dass der höhere Schwierigkeitsgrad wirklich nur für Fortgeschrittene geeignet ist. Anfangs ist das sicherlich noch nicht ersichtlich, doch es gibt Levels, die sind so verbaut, dass eine Portion Glück von Vorteil ist. Und in genau diesen Levels ist das Item C bzw Catch gefragt. Sobald man dies also sein Eigen nennt, bleibt der Ball an dem Vaus wie an einem Magnet haften. So wird gewährleistet, dass sich der Ball etwa an eine gewünschte Abprallstelle an der Wand bzw. dem Rahmen positioniert. Sicherlich klingt das alles etwas verwirrend, doch Items können überlebenswichtig sein, und genau das macht das Spiel aus.
Fies, fieser, verschachtelte Levels und unzerstörbare Blöcke
Besonders fies sind verschachtelte Levels. Es ist kein Problem, ein Level in unter einer Minute abzuschließen, doch bei einigen kann die Zeit bis ins Unendliche gehen. Da gibt es z.B. die gelben Blöcke, die sich nicht zerstören lassen und so aneinander angereiht sind, dass nur eine Blockgröße Platz ist, um den Ball hindurch zu befördern. Als wenn das nicht schon schwierig genug wäre, sind die zerstörbaren Blöcke nur indirekt zu erreichen. Nicht einmal ein Item hilft einem dabei weiter, außer evtl. zwei zusätzliche Bälle, so dass die Chance auf einen Erfolg größer wird.
Abwechslung? Ja die gibt es auch
Insgesamt stehen neben dem Mehrspieler drei verschiedene Spielmodi zur Auswahl. Der erste ist der Singleplayer und stellt den Hauptmodus dar. Der Singeplayer beinhaltet Spiel vollenden (das normale Spiel), das Aufgabenspiel und gegen den Computer. Spiel vollenden ist in eine Weltraumkarte mit mehreren Zonen aufgeteilt. In jeder Zone müssen 5 Levels gemeistert werden, bevor die nächste Zone ausgewählt werden darf. Ihr startet von Zone A, danach wahlweise entweder B oder C usw., bis ihr schließlich an der letzten Zone ankommt. Habt ihr im normalen Spiel bereits eine Zone durchgespielt, dürft ihr im Aufgabenspiel diese auswählen und euch dort an den gestellten Aufgaben versuchen, wie etwa das Zerstören von allen Blöcken in 45 Sekunden oder alle grünen Blöcke in 180 Sekunden. Letzteres klingt machbar, doch schwierig wird es, wenn der grüne Block zwischen unzerstörbaren Blöcken gefangen wird, die nur ein einziges Loch übrig lassen. Für relativ viel Abwechslung sorgt auch das Spielen gegen den Computer. Der Bildschirm bleibt dabei in seiner ganz normalen Aufteilung. Neu ist hingegen auf der linken Seite das Feld des Computers, so dass ein Einblick in sein Spielverhalten bestens gewährt wird. Wer alle Blöcke als erstes zerstört hat, der hat gewonnen. Der Multiplayer lässt sich wie gewohnt über die Wi-Fi-Verbindung spielen.
Wie ein Chamäleon schleicht sich…
Arkanoid DS bietet aber noch mehr, denn die hart verdienten Spielpunkte dürfen in einem Shop gegen die verschiedensten Dinge getauscht werden. Euch gefallen das Vaus, die Blöcke, der Hintergrund, die Sounds oder der Rahmen nicht? Keine Panik, alles ist individuell anpassbar. Sogar Level für Level darf einzeln angepasst werden. Besonders gut gelungen sind die stylischen Hintergründe, die keine Wünsche offen lassen.
Das bedeutet, dass das Spiel grafisch natürlich aufgrund des Genrés schlicht gehalten wurde. Allerdings muss man dabei anmerken, dass es gerade deshalb eine Augenweide ist. Keine schnöden 3D-Effekte oder irgendwelche neumodischen Animationen. Musikalisch gibt es durchaus etwas auf die Ohren. Allen voran natürlich der obligatorische Startsound vor jedem Level, der mittlerweile ein echter Ohrwurm ist. Die Musik im Spiel selbst durchgeht die verschiedensten Musikstile. Von Jazz bis hin zum gesungenen Popsong ist alles dabei.
Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
(Fazit weiter unten)
| Game Facts | |||
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Entwickler: Taito |
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| Review | Arkanoid DS | |
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Steuerung Wahlweise dürft ihr das Vaus über den Touchscreen oder mit dem digitalen Steuerkreuz steuern. |
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Grafik Zweckmäßige Grafik und Effekte, die den Oldschool-Style allerdings gut auf die beiden Bildschirme zaubern. |
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Sound Bekannter Startsound und ein guter Soundtrack lassen die Ohren angenehm aufhorchen. |
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Spielspaß Abwechslung gibt es durch mehrere Spielmodi, die zum Teil recht fordernd sind. Im Multiplayer dürfen auch Freunde antreten. |
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Sonstiges |
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82% |
Fazit Die Älteren unter uns sind mit Arkanoid und Co. aufgewachsen. Kein Wunder also, wenn es geradezu nach neuen Umsetzungen dürstet. Arkanoid DS ist nicht perfekt, doch das ist im Grunde egal. Auch wenn Nervous Brickdown mehr kreative Ideen mitbringt, bekommt man bei Arkanoid DS eine Original-Umsetzung des Klassikers. Was will man mehr? Die Technik dürfte gerade für Retro-Fans nicht störend sein und das Spielprinzip bleibt weiterhin bestehen. Was auch gefällt, sind die unterschiedlichen Spielmodi und die vielen Levels. Somit bleibt der Spielspaß auch nach langer Zeit noch erhalten. |
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Galerie
Trailer
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26. Juli, 2008 um 5:44 pm
Was soll denn dieses Spiel überhaupt bringen, wenn Taito in Europa den Potentiometer-Controller nicht veröffentlicht? Arkanoid mit Steuerkreuz oder Touchscreen steuern? Damit wird doch den Menschen, die damals viel Geld in den Automaten gesteckt haben, auch “Fans” genannt, vor den Kopf gestossen. Warum gibt es dieses unverzichtbare Add-On wieder nur in Japan?