Soul Bubbles Review / Test
Als der Nintendo DS erstmals vorgestellt wurde, war es schon klar, dass innovative Spiele bald folgen werden. Das Spiellager teilt sich dabei in verschiedene Kategorien auf. Da gibt es einmal die normalen Spiele, dann die Top-Knaller, bei denen man schon im Vorfeld weiß, dass sie einmalig sind und die Überraschungshits, von denen man vorher nicht viel gesehen oder gehört hat. Ein solcher Überraschungshit ist Soul Bubbles von Eidos. Zwar hatten wir das Spiel bereits mehrfach kurz vorgestellt, doch allzu viel Material und Werbung gab es zu dem Titel nicht. Die ersten Konzepte, Screenshots und Trailer sahen vielversprechend aus und ließen ein gutes Spiel erahnen. Warum Soul Bubbles jedoch ein Kunstwerk ist, erfahrt ihr in unserem Test.
Viele kennen sicherlich das erfolgreiche PSP-Spiel Loco Roco oder das kürzlich veröffentlichte WiiWare-Spiel LostWinds. Beide basieren auf einem ausgefallenen Gameplay und verrückten Design. Es ist nicht die Highend-Grafik oder die tolle Story, sondern die Einzigartigkeit, die ein innovatives Konzept auf die Bildschirme zaubert. Wenn man Soul Bubbles in wenigen Worten erklären müsste, dann würde das in etwa so lauten: “Blase, gefüllt mit Seelen, zum Ziel bringen.” Doch dahinter steckt mehr als man glauben mag.
Keine Panik, es ist alles in Ordnung!
Da ein Spieltest langweilig wird, wenn der Autor über das Menü und die Bedienungsanleitung schreibt, lässt man das in der Regel weg. In Soul Bubbles gibt es aber gleich zu Beginn eine witzige Anekdote. Startet man das Spiel, steht dort der Haftungsausschluss: “Folgende Elemente oder Ereignisse sind in diesem Spiel nicht enthalten: Lizenzierte Rennautos, Postapokalyptische Soldaten, Elfen; Orks und Magier sowie Gan-Kämpfe.” Selbst das Handbuch strotzt nur so vor Witzigkeiten, das einen anfangs glauben lässt, dass man ein Wörterbuch in den Händen hält. Natürlich in fetter Schrift geschrieben: “Bitte keine Panik” Es ist alles in bester Ordnung… .” Solche Nebenereignisse lockern die Atmosphäre auf und die Lust auf das Spiel steigt weiter an.
Ich bin ein Jungschamane
Eine richtige tiefgründige Story bietet das Spiel nicht, was auch völlig nebensächlich ist. Ihr schlüpft in die Haut eines Jungschamanen, der unbeschreiblich seltsam aussieht. Der kleine Held muss verirrte Seelen zum Ausgang eines jeden Levels bringen, was sich einfacher anhört als es ist. Da die Seelen sehr schwach sind, finden sie in einer Blase Platz. Die Blase wird mit dem Stylus um die anfangs freien Seelen gezeichnet, so dass sie gemütlich darin Platz nehmen können. Was dann folgt, besitzt eine kleine Prise von LostWinds. Der kleine Schamane bläst die Blase in die jeweilige Richtung in die man den Stylus zieht. Das bedeutet, dass sich die Seelen durch Wind hinfort bewegen lassen.
Die Levels sind dabei so aufgebaut, dass sie von einem komplett schwarzen Schleier verdeckt werden, so dass die Sicht eingeschränkt ist. Der Schleier löst sich auf, indem die Seelen die erreichte Umgebung erleuchten, wie man es etwa aus Strategiespielen kennt. Der Schamane transportiert mit seiner Puste also die Blasen durch die Levels. Dabei begegnen ihm zahlreiche Gegner, Labyrinthe und Hindernisse.
Sternenstaub hilft zur Orientierung und die in jedem Level versteckten 3 Kürbisse sollten eingesammelt werden, da sie relevant für die Freischaltung des letzten Levels sind. Die Kürbisse sind oftmals ziemlich gut versteckt und liegen meist abseits vom eigentlichen Weg. Befindet man sich in der Nähe dieser Frucht, dann verwandeln sich die Seelen in pochende Herzen und signalisieren so, dass man unbedingt mal nachschauen sollte. Der junge Schamane beherrscht insgesamt 3 verschiedene Fähigkeiten, die sich in 3 Masken aufteilen: Zerschneiden, Luft ablassen und Blase zeichnen.
Feuer wird mit Wasser gelöscht
Es gibt Gegner, da reicht es zumeist sie mit dem Stylus anzutippen damit sie verschwinden. Froschartige Kreaturen hingegen schnappen die Blase mit ihrer langen und klebrigen Zunge, die erst durch Abschneiden der Zunge unschädlich gemacht werden können. Ein ganz innovatives Beispiel ist etwa ein Feuer-Gegner der durch die Luft schwebt. Mit der Blase kommt man nicht vorbei, denn sein Feuer ist schädlich. Womit löscht man Feuer? Natürlich mit Wasser! Schwupps eine Wasserquelle gesucht, eine Blase um eine Wasserstelle gezeichnet und schon besitzt man eine Blase voller Wasser. Der Rest ist selbsterklärend. Doch es wäre nur halb so schön, gäbe es nicht noch ein weiteres Feature hierbei. Oft sind die Wege durch Felsbrocken oder Steine blockiert und manche davon lassen sich mit dem Stylus nicht beseitigen. Der Feuergegner hat den netten Nebeneffekt, dass er nach Wasserzufuhr explodiert und die Hindernisse dabei auflöst.
Apropos Hindernisse: Oftmals genügt ein Antippen des Steines oder das Reiben an einem Felsbrocken, der sich dann pulverisiert. Der Effekt lässt eine Staubwolke entstehen, die dem Spieler fast im wahrsten Sinne des Wortes die Luft raubt. Und auch sonst ist der Weg durch die Levels nicht immer einfach. Besonders die durchwachsenen Spalte und Durchgänge fordern eine Menge ab. Ist ein Spalt zu schmal, spaltet man die Blase mit der Tiger-Maske und hat somit zwei kleine Blasen, die es gilt, durch den engen Spalt zu transportieren. Ist die Herausforderung gemeistert, werden die beiden Kugeln mit der Tiger-Maske wieder verbunden. Das Schneide-Werkzeug ist aber auch für Lianen relevant, da sich die Seelen gerne mal darin verfangen.
Da es jedoch zu einfach wäre, sich nur durch enge Spalte und fiese Gegner durchzuschlagen, sind die Level etwa auch mit spitzen Objekten oder herab bröckelnden Felsen gespickt. Letztere können genauso hinterhältig wie die Luftströme sein, die die luftverpackten Seelen bei ihrem Weiterkommen hindern. Wie bereits erwähnt, sind die Level relativ groß und zunehmend immer herausfordernder. So verbringt man anfangs nur wenige Minuten damit seine verirrten Seelen zum Ziel zu bringen, später sind es gar 10-20 Minuten.
Technisch ein Kunstwerk
Neben der einzigartigen Steuerung, beflügelt die Technik in sagenhafter Weise. Vermutet man nur ein putziges und buntes Spiel, wird man schnell eines Besseren belehrt. Die insgesamt 8 verschiedenen Welten besitzen ihr eigenes Schema, das von einem dunklen Wald über afrikanische Steppe bis hin zum eisigen Gebiet reicht. Beeindruckend sind auch die ganzen Effekte: Schwingende Lianen, durch Wind baumelnde Gräser oder die Physik der Blase. Auch die Musik ist sehr gelungen. Z.b. in der afrikanischen Steppe singen Ureinwohner im Hintergrund und blasen auf ihren Holzinstrumenten. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Soundausgabe auf Surround zu stellen. Ist man von bisherigen DS-Spielen mehr oder weniger veräppelt worden, bietet Soul Bubbles ein nahezu ausgereiftes Surround-Erlebnis, natürlich unter Beachtung der Hardwarespezifikationen.
Wir bedanken uns bei Eidos für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
(Fazit weiter unten)
| Game Facts | |||
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Entwickler: Mekensleep |
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| Review | Soul Bubbles | |
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Steuerung Extrem innovatives Gameplay! Teilen, pusten (Stylus) , bewegen… alles findet über den Touchscreen statt. |
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Grafik WOW! Zauberhaft animierte Landschaften und nett anzusehende Effekte. |
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Sound Surround-Sound, der ans Äusserste geht und besonders mit den Soundeffekten trumpfen kann. |
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Spielspaß Unglaublich viel Konzentration steckt man in das Spiel rein. Die Levels sind immer wieder aufs Neue abwechslungsreich und überraschend. |
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Sonstiges |
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91% |
Fazit Es kam quasi aus dem Nichts und überraschte auf erster Linie. Soul Bubbles ist frisch, innovativ und macht von vorne bis hinten Spaß. In unserem Test konnten wir kein einziges Manko entdecken, was durchaus ziemlich ungewöhnlich ist, nimmt man die Suchtgefahr denn mal heraus. Es stimmt einfach alles: Die Grafik, der tolle Soundtrack, das einzigartige Gameplay und die extrem gelungene Abwechslung der einzelnen Levels. Geeignet ist Soul Bubbles für jung und alt, da beide Zielgruppen voll auf ihre Kosten kommen. Kaufen, kaufen, kaufen! Sonst verpasst ihr ein poetisches Kunstwerk. |
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Galerie
Trailer
Soul Bubbles sieht spitze aus
Aktuelle DS Neuerscheinungen KW24
‘Soul Bubbles’ Gameplay eine Mischung aus ‘Loco Roco’ und ‘LostWinds’
Review Wertungen der aktuellen Nintendo Power
Friedlich gleiten und Seelen retten in ‘Soul Bubbles’









23. Juni, 2008 um 2:58 pm
Sieht ja extrem nach Pflichtkauf aus! Wenn ichs habe schreibe ich einfach ein Userreview.
23. Juni, 2008 um 11:47 pm
Seb…warum musst du uns immer den Mund wässrig machen. Habe dem spiel wohl zu Unrecht meinen Rücken zugekehrt.
23. Juni, 2008 um 11:54 pm
Na klar, das ist eines meiner Highlights in diesem Jahr. Wer es nicht in seiner Sammlung hat, ist selbst schuld. Selbst Simon wird es sich vermutlich kaufen.