Stratego Next Edition Review / Test
Kurzweilige Spiele sind gefragter denn je und dabei ist es egal ob Videospiele oder klassische Brettspiele. Das wahrscheinlich bekannteste Brettspiel ist Schach oder Dame, dicht gefolgt von Monopoly und Stratego. Letzteres enthält im entferntesten Sinne Schachelemente und wird zum ersten Mal mobil. Die DS Variante Stratego Next Edition steht dem Klassiker in nichts nach und dürfte im Multiplayer-Modus für stundenlangen Spielspaß sorgen. Aber auch Abstriche muss der Titel hinnehmen, die etwas schwer im Magen liegen und nur schlecht zu verdauen sind.
Was ist überhaupt Stratego?
Das Original gehört zum niederländischen Spielehersteller Jumbo und wurde durch Lizenzherstellung 1958 in Amerika eingeführt, wo es seine Höhenflüge feierte. Stratego verkaufte sich weltweit über 17 Millionen Mal und wurde schon bald zu einem der meistgespielten Brettspiele überhaupt.
Das Spielbrett ist in 10×10 Feldern aufgeteilt und jeder der beiden Spieler erhält 40 Spielfiguren. Beide Parteien stehen sich dabei wie beim Schach gegenüber. Ziel ist es, die gegnerische Fahne einzunehmen und die eigene zu verteidigen, doch niemand sieht welche Figur auf welchem Feld steht. Zu Beginn machen die Spieler eine geheime Aufstellung und versuchen so, die bestmöglichste Strategie zu bestimmen. Alternativ stehen vorgefertigte Aufstellungen bereit.
Die Spielfiguren existieren in der Nummerierung von 1-10 sowie eine Fahne und mehrere Bomben. Eine relevante Strategie wäre z.B., wenn die Fahne durch Bomben eingekreist wird. Das hat den Hintergrund, dass die gegnerischen Einheiten jämmerlich scheitern werden, bis auf Mineure mit der Nummer 3, die die Bombe entschärfen können. Sind alle Mineure durch höhere Ränge erledigt worden, hat der Gegner keine Chance mehr auf einen Gewinn. Jede Spielfigur kann in jeder Runde nur ein Spielfeld einnehmen, anders jedoch die Aufklärer, die über einen nahezu unendlichen Radius verfügen. Dafür sind sie mit der Nummer 2 neben der Spionin (Nummer 1) aber auch die Schwächsten, so dass sie eher zum Aufspüren von Bomben geeignet sind. Da der Feldmarschall mit der Nummer 10 die höchste Stufe besitzt, gibt es nur zwei Möglichkeiten diesen auszuschalten. Entweder ihm steht der eigene Feldmarschall gegenüber oder die Spionin, die den Feldmarschall nur besiegen kann, wenn sie ihn selbst angreift, was andersherum nicht funktioniert.
Mehr gibt es nicht zu sehen
Die restliche Figuren besitzen keinerlei besondere Eigenschaften und dienen somit nur zum Blockieren und Ausschalten. Deshalb ist es immer wichtig, wenn vorher die Strategie stimmt, da eine Spielrunde in weniger als einer Minute vorbei sein oder auch länger als 30 Minuten dauern kann. Das Spielprinzip hört sich zwar etwas komplex an, doch dahinter steckt ein ausgereiftes Spiel, das bestens für Unterhaltung sorgt. Die wahren Stärken entfaltet Stratego auf dem DS im Multiplayer Modus, da die CPU nicht immer intelligent reagiert.
Neben dem Stratego Original, dürfen sich Spieler auch in Stratego Duell und Stratego 90° austoben. Beide Spielarten unterscheiden sich nur geringfügig, sind aber auf ihre Art und Weise vollständige Alternativen.
Wir bedanken uns bei Ubisoft für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
(Fazit weiter unten)
| Game Facts | |||
|
Entwickler: Games Factory |
||
| Review | Stratego Next Edition | |
|---|---|---|
|
|
||
![]() |
Steuerung Die Steuerung basiert komplett auf dem Touchscreen und ist zweckmäßig aufgeteilt. |
|
![]() |
Grafik Grafisch sollte man nicht allzu viel erwarten, da das Spiel größtenteils aus simplen Grafiken besteht. |
|
![]() |
Sound Musikalisch bietet sich ein recht ordentlicher Soundtrack, der jedoch zu hart in das nächste Musikstück wechselt. Die Übergänge klingen zu abgehackt. |
|
![]() |
Spielspaß Wie bei dem Brettspielklassiker ist der Spielspaß enorm. Vorausgesetzt, man spielt nicht nur gegen den Computer-Gegner. |
|
![]() |
Sonstiges |
|
|
76% |
Fazit Stratego begeistert auch in der heutigen Zeit und hat nichts von seinem Charme verloren. Die DS Version ist technisch nicht gerade auf einen ansehnlichen Stand, doch der Spielspaß ist entscheidend. Was dem Titel in erster Linie fehlt und man auch negativ ankreiden muss, ist ein Story Modus, der dem Spiel die nötige Tiefe gegeben hätte. Der Schwierigkeitsgrad ist in 3 Stufen regelbar, was die Gegner zwar stärker macht, aber nicht immer intelligenter. Trotzdem ist das Spiel auch gegen den Computer-Gegner mehr als fordernd. |
|
Galerie
Midnight Play! Pack und Stratego Next Edition ab sofort im Handel
Ubisoft kündigt STRATEGO an
Geheimakte Tunguska - 5 Impressionen
Puzzle Quest ab morgen im Handel
Geheimakte Tunguska Impressionen








