The World Ends With You Review / Test

twewy_usk_2d Square Enix ist größtenteils durch die Rollenspiel Serien Final Fantasy und Dragon Quest bekannt. Umso mehr erfreulicher wird es dann, wenn die Spieleschmiede sich einem neuen Konzept hingibt und völlig außergewöhnliche Konzepte springen lässt. Ein solches Endprodukt ist das Spiel The World Ends With You. Die Elemente aus einzigartigem Look und Rollenspie treffen hier gekonnt aufeinander. Neben der Stilrichtung ist vor allem die Musik dazugehörige Musik ein Volltreffer. Wie sich das Spiel auf dem Doppelbildschirm schlägt und warum man Englischkenntnisse besitzen sollte, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Du bist nicht alleine

8_WEWY_dialogue31 Auch wenn das Niveau der Story am Anfang nicht besonders hoch ist, so verläuft sie im weiteren Spielverlauf auf völlig neue Ebenen hin. The World Ends With You spielt in Shibuya, dem wahrscheinlich hippsten Stadtteil Tokios. Wie hätte es auch anders sein können, übernimmt der Spieler die Rolle des 15 jährigen Neku. Neku ist ein Einzelgänger, der sich von allen Menschen abkapselt und in seiner eigenen Welt lebt. Eines Tages findet er sich an einer Straßenkreuzung bei Shibuya wieder und ist nicht mehr Herr über seine Sinne. Dabei entdeckt er einen mysteriösen schwarzen Pin bzw. Anstecker in seiner Hand und rätselt vor sich hin. Hat dieser vielleicht etwas mit seiner seltsamen Situation zu tun? Noch ganz von Sinnen erhält er auf seinem Handy die Nachricht: Erfülle diese Mission… Oder dein Leben wird ausgelöscht werden. Als wären das nicht schon genug Ereignisse, erscheint auf der Hand auch noch ein Countdown von 7 Tagen. Da er denkt, die Mitteilung sei Spam, löscht er sie kurzerhand wieder vom Handy. Doch irgendetwas stimmt nicht so ganz, da auftretende Stimmen in seinem Kopf einfach nicht abklingen wollen. „Was ziehe ich heute bloß an?” , “Das Katzenshirt ist soooo süß.” Erst jetzt merkt Neku, dass er die Gedanken von anderen Menschen lesen kann.
Kurz danach trifft er auf die modebewusste Shiki, die ein kleines sonderbares Wesen namens Mew mit sich trägt. Schon bald merkt zumindest Shiki, dass man nicht alleine im Kampf bestehen kann und bittet Neku sich mit ihr zu vereinen, auch wenn er von der Idee nicht gerade begeistert scheint. Doch um was geht es hier überhaupt? Und warum sind da unsichtbare Wände, die ein Weiterkommen hindern?
Die Hauptcharaktere befinden sich mitten in einer Art realem Spiel und decken erst nach und nach die ganzen Zusammenhänge auf. Mehrere Jugendliche sind in diesem Spiel gefangen und müssen es bestehen, während sie auch gegen Noise bzw. Monster antreten. Doch wer zum Teufel sind die Typen in den roten Kapuzen? Ab jetzt heißt es spielen oder ausgelöscht werden.

Hinter den Kapuzenträgern verbergen sich die sogenannten Reaper, die als „Spielmeister“ fungieren. Sie tragen das „reale Spiel“ aus und geben den Hauptcharakteren Missionen. Neku verfügt über die Fähigkeit mittels des schwarzen Pins Gedanken lesen zu können. Befindet man sich auf einer Straße und führt die Aktion aus, erscheinen 1000 Gedanken der umher laufenden Passanten. Einige davon sind weniger hilfreich und manche geben unbewusst Tipps und Lösungen weiter. Interessant ist vor allem die Möglichkeit, dass man einige Menschen „kontrollieren“ kann, indem man etwa einen Code oder eine Lösung in sie „einpflanzt“, damit man sie auf die richtige Bahn bringt und dabei eine Aufgabe gelöst wird.

Während man Gedanken liest, kann man auch fiese herumfliegende Monster sehen, die es zu bekämpfen gilt. Der Kampf und die Möglichkeiten sind relativ vielseitig und erfrischend anders. Neben dem schwarzen Pin gibt es Kampfpins. Diese erlauben Neku sich seinen Gegnern im Kampf mit unterschiedlichen Fähigkeiten zu stellen. Das ist auch bitter nötig, da sich der 15 jährige ohne Pins nicht wehren kann.

Oben oder unten?

2_WEWY_battle40 Das Kampfsystem ist so klassisch wie vollkommen neu. Kommt es durch Monster zum Kampf, erscheint Neku auf dem unteren und Shiki auf dem oberen Bildschirm. Shiki lässt sich mit den Richtungstasten des Steuerkreuzes befehligen, indem man z.B. RECHTS, OBEN, LINKS, RECHTS drückt, damit sie eine Attacke auslöst. Das Spielprinzip erinnert an einschlägige Musik-Rhythmus-Spiele, die eine bestimmte Kombo voraussetzen. HALT! Auf dem oberen Bildschirm? Ja, denn The World Ends With You erlaubt es, dass man gleichzeitig mit Neku und Shiki in den Kampf zieht. Dabei muss man keine Frau sein, um beide Charaktere steuern zu können, da man die Kontrolle von Shiki auch dem Computer überlassen kann, was aber nicht unbedingt besser sein muss. Während also Shiki auch mit einigen Kombos auskommt, benötigt Neku die volle Konzentration des Spielers. Wie bereits erwähnt spielen die unterschiedlichen Pins eine große Rolle. Die Pins werden in Slots aufbewahrt und können nach eigenem Ermessen via Deck ausgerüstet werden. Je nach Art des Ansteckers führt man unterschiedliche Gesten mit dem Stylus aus. Während der rote Pin ganz simpel Feuerflammen auf den Bildschirm zaubert, ist ein anderer Pin z.B. für Telekinese verantwortlich, um allerlei Gegenstände wie Mülltonnen oder Autos auf die Gegner zu befördern. Es gibt sogar einen Pin, der bei Pusten oder Schreien ins Mikrofon seine wahren Kräfte auslöst. Um die noch verbleibende Gesundheit einzusehen, steht ein geschickt platzierter Energiebalken zur Verfügung, welcher von beiden Charakteren genutzt wird. Insgesamt sind die Kämpfe recht exotisch und fordernd. Später darf man sich neben Shiki auch auf weitere Mitspieler freuen, die mit einem in den Kampf ziehen.

Gewohnte Rollenspielelemente neu verpackt

Sobald ein Kampf gewonnen ist, steht einem Aufstieg im Level nichts  10_WEWY_menu_friends02mehr entgegen. Auch wie andere Rollenspiele besitzt The World Ends With You die Möglichkeit seine Spieler ausrüsten zu können. Da die Pins die Waffen darstellen, liegt es also nahe, dass man keine richtige Rüstung bekommt. Statt schwerer Kettenhemden und Ritterrüstungen kleiden sich die Jugendlichen mit den hippsten und trendigsten Klamotten überhaupt um Statuswerte zu verbessern. Einkaufen kann man mit japanischen Yen die unterschiedlichsten Gegenstände. Ist das Geld mal rar, darf man auch von Gegnern verlorene Pins verscherbeln.

Das größte Manko des Spieles ist, dass es nur eine englische Version mit deutschem Handbuch gibt. Um von der Story einen Nutzen zu erhalten, sollten Spieler über mittlere Englischkenntnisse verfügen oder wenigstens ein Wörterbuch, womit man die relevantesten Begriffe übersetzen kann. Immerhin ist das Handbuch gut ausgestattet, welches einen einfacheren Einstieg in das Spiel ermöglicht. Warum man gänzlich auf deutsche Untertitel verzichtet hat, ist ungewiss. Jedoch bekommt The World Ends With You durch die Englische Sprache einen besonders eigenwilligen Charme, der den Japano Look nochmals unterstreicht.

Technik

Kommt man das erste Mal in das virtuelle Shibuya, beeinflussen Gedankenspiele nicht nur Neku sondern auch den Spieler. Der Stil ist typisch japanisch gehalten und erscheint komplett im Graffiti- Urban- und Comiclook. Die Stadt enthält fiktive Architekturen und seltsam positive Grafiken. Läuft Neku etwa unter einer Bushaltestelle hindurch, die einen Schatten wirft, verdunkelt er sich ganz wie es sein sollte. Auch die Musik und der Sound müssen sich nicht verstecken. Rhythmische Musik mit Vocals lassen Ohrwürmer entstehen, so dass es oft vorkommt, dass man den Nintendo DS nur kurz wegen der Musik einschaltet. Sollte man virtuelle CDs besitzen, die man in seinem Item-Beutel hat, darf man auch Musikstücke im Spiel per Hand wechseln.

(Fazit weiter unten)

Game Facts
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Entwickler: Jupiter 
Publisher: Square Enix / Koch Media
Genrè: Rollenspiel
USK: 6
Pegi: 12+
Multiplayer: 1-4 Spieler
Sprache: Englisch
Preis: EUR 39,99 / CHF 69,90.-
Website: theworldendswithyou.eu.com

Review The World Ends With You  
 
Beschreibung
Steuerung
Neuartiges Kampfsystem durch multiple Steuerung auf beiden Bildschirmen gleichzeitig.
Grafik
Nette Schatteneffekte und stylisches Japanflair wissen zu gefallen.
Sound
Sehr qualitativ hochwertige Musik im Pop Stil, welche Ohrwurmgarantie besitzt.
Spielspaß
Während anfangs die Story etwas träge ist, entfaltet sie sich im Laufe des Spieles. Ein Multiplayer Modus rundet das Ganze noch ab.

Sonstiges
+ Unverbrauchtes Szenario
+ Deutsches Handbuch
- Zum Teil chaotischer Einstieg
- Spiel ist komplett in englisch

87%

Fazit
Auch wenn The World Ends With You nur komplett auf englisch verfügbar ist, ist es ein Spiel der Extraklasse. Das unverbrauchte Szenario und die stylische Grafik sind neu am Rollenspielhimmel und laden die Spieler in eine neumodisch düstere Atmosphäre ein. Besonders exquisit sind jedoch die gesungenen Musikstücke und das neuartige Kampfsystem, welches zwei Kämpfe gleichzeitig stattfinden lässt. Das Spiel ist eine sehr interessante Mischung aus verschiedenen Elementen, die zusammen ein noch nie dagewesenes Kunstwerk ergeben.
Galerie
 
 
Trailer
 


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1 Kommentar zu “The World Ends With You Review / Test”

  1. AeR4 Sagt::

    Das Spiel ist einfach genial. Vor allem der Grafikstil ist atemberaubend.
    Danke für den Test ;)

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