Dragon Quest Monsters - Joker Review / Test
Die Dragon Quest Reihe hatte ihren Einstieg 1986 auf dem NES und MSX und schaffte es in Japan mit dem ersten Teil auf über 1,5 Mio. verkaufte Einheiten. In der heutigen Zeit ist das Square Enix Spiel neben Final Fantasy nicht mehr wegzudenken und bescherte zahlreiche Ableger auf den verschiedensten Spielsystemen. Irgendwann 2000 kam für den Game Boy Color Dragon Quest Monsters, welches erstmals die Tradition brach und an das damalige triumphierende Pokémon anknüpfte. 2006 erschien dann auch der Quasi Nachfolger Dragon Quest Monsters - Joker in Japan und marschierte 2008 zügig nach Europa. Vieles ist im Gegensatz zur Game Boy Version besser und schöner, doch beide Versionen gleichen sich auch in einigen Punkten.
8 Jahre ist es also her, als man die kleinen Monster mit Terry züchten und trainieren konnte und die Spielwelt von einem riesigen Baum ausging. Ähnlich geht es auch bei Dragon Quest Monsters- Joker zu, jedoch besteht die Umgebung aus der Inselgruppe Mau-Mau-Archipel und einen namenlosen Helden. Wieder einmal steht die berühmte Monsterscout Meisterschaft an, bei der sich renommierte Trainer messen und ihre Talente unter Beweis stellen. Mit Sitz des Hauptquartieres auf Domuspolis, wird das Spektakel von der Monsterscout-Organisation ausgetragen. Unser Held strebt danach, eines Tages die Nummer 1 unter den Scouts zu werden und muss dafür natürlich auch einiges tun. Zu allererst , nachdem gewisse Streitigkeiten vorerst beigelegt wurden und uns Max Trumpf, seines Zeichens Anführer der zwielichtigen Organisation S.K.A.T. aus dem Gefängnis freigelassen hat, erhält man den Scoutring. Statt wie in Pokémon Bälle zu werfen, um die Monster gefangen zu nehmen, ermöglicht dieser Ring das Anfreunden mit den Kreaturen, um sie für das eigene Team zu werben. Doch in Wahrheit ist es so, dass Max Trumpf unser Vater ist und uns nur ins Gefängnis gesteckt hat, weil unser Held flüchten wollte, um an der Meisterschaft teilzunehmen. Natürlich gibt Max Trumpf nach mehreren Tagen Gefängnis klein bei und ab sofort sind wir inoffiziell als Spion unterwegs. Da die Meisterschaft auf Domuspolis stattfindet, müssen wir dorthin, nachdem wir uns für eines von drei Monstern entschieden haben. Dabei sollte man sein Augenmerk nicht unbedingt auf das Aussehen werfen, sondern sich die Fähigkeiten bzw. Stärken genauer anschauen und vergleichen. In Domuspolis angekommen, sprechen wir mit allen Charakteren um festzustellen, dass sich die Zeremonie noch etwas verzögert. Da übrigens Dr. Peter Schwarz, Prokurator der Monsterscout-Organisation, kurzerhand die Regeln geändert hat, wird unser Held erst in die Endrunde einziehen können, wenn er 10 Dunkelstein-Kristalle vorweisen kann, die auf den Inseln des Archipels verstreut sind. Unsere Reise geht während der Verzögerung noch auf eine kleine Insel, wo wir erstmals das frisch abgestaubte Monster trainieren können.

Jede Insel besitzt einen Scoutposten, der in etwa identisch mit dem von Pokémon bekannten Poké-Center ist. Dort kann man nicht nur die Monster heilen und den Spielstand sichern, sondern auch Missionsvorbereitungen treffen. Und diese können ziemlich vielseitig ausfallen. Zum Einen ist das eigene Gold im Goldautomat verwaltbar. Das ist besonders wichtig, da man bei einer evtl. Niederlage die Hälfte des Vermögens verliert, welches man bei sich trägt. Wie es sich für ein Rollenspiel gehört, gibt es zahlreiche Gegenstände und Items. Entweder erhält man diese nach Kämpfen, in Schatztruhen oder kauft sie im Kramladen. Besonders von Vorteil sind Heilkräuter, die taktisch richtig eingesetzt, zum Sieg verhelfen können. Alternativ führen Monster auch Zaubersprüche aus und können sich selbst oder andere befreundete Monster im Team heilen, was letztendlich jedoch auf Kosten von Magiepunkten geht. Magiepunkte dienen zur Ausführung von Zaubersprüchen und sollten gezielt eingesetzt werden. Im Scoutposten ist übrigens auch die Monstersynthese möglich, worauf wir später noch eingehen werden. Natürlich gibt es auch die Aufenhaltsräume, wo man allerlei nützliche Informationen von anderen Scouts erfragen kann oder gar die Monster untereinander tauscht.
Eine weitere Einrichtung des Scoutposten ist der Monsterzwinger. Darin lagern erworbene Monster und die man von dort aus managen kann. Da wir nur 3 Monster in unserem Team aufnehmen können und deshalb die Auswahl besonders taktisch getätigt werden sollte, hat man zumindest die Möglichkeit, je Monster noch ein Ersatz Monster zu bestimmen. Das bedeutet in der Praxis, dass außerhalb(!) von Kämpfen jederzeit die Monster tauschbar sind, die man gerade für sinnvoll hält.
Und gerade das ist es, um im Spiel voran zu kommen. Da Dragon Quest Monsters - Joker keine revolutionäre Story bietet, basiert das Spielprinzip auf ständiges Hochzüchten der Monster, um nicht nur die Endgegner platt machen zu können. Nach einem Kampf bekommen die Teammitglieder Erfahrungspunkte, die das Level des jeweiligen Monsters aufsteigen lassen. Ab und zu bietet sich auch die Möglichkeit auf Talentpunkte, die man nach einem Level-Up bekommt oder Nachts durch Talentsamen aufsammelt. Die Talentpunkte Zuweisung kann besonders taktische Vorteile haben, da diese die Attribute der Monster verändern, wodurch sie neue Fähigkeiten und Zauber erlernen.
Catch ‘em all
Doch wie bekommt man eigentlich neue Monster und fängt diese ein? Wie bereits angesprochen, nutzt das Spiel die Fähigkeit Werben, die durch den Scoutring aktiviert wird. Befindet man sich gerade im Kampf und interessiert sich für einen der Gegner, wählt man einfach werben aus. Dabei lassen die Monster im Team ihre Kräfte spielen und umwerben den Interessenten. Je nachdem wie stark die eigenen Kämpfer sind, erscheint eine Prozentzahl, wie schwer beeindruckend die Umwerbung war. Wenn diese eher schwach war und gerade einmal 25% beträgt, stehen die Chancen 1:4, dass wir das Monster doch bekommen. Bei 50% besteht schon eine “Fifty-Fifty” Chance. Bei starken Gegnern ist das Werben natürlich besonders heikel, da die Runde des Kampfes nach Fehlschlag weiter geht und man gegebenenfalls richtig einstecken muss. Sucht man ein Monster vergebens, sollte man auf die Nacht warten, bzw. im Scoutposen rasten, um zur Nacht zu wechseln, da manche Monster nur Nachts aktiv sind.
Aber gäbe es nicht eine weitere Möglichkeit, wäre das Spiel nur halb interessant. So wird in den Scoutposten auch der Monstersynthese-Schalter angeboten. Vergleichbar mit Monster paaren(im Game Boy Vorgänger), aber doch völlig anders, werden die Monster in positiv-, negativ- und neutral eingestuft. Am einfachsten lässt es sich mit dem Spruch “Gegensätze ziehen sich an” erklären. Haben sich zwei Monster erst einmal “gepaart”, erhält der Spieler den kleinen Sprössling und die Eltern verschwinden für immer. Daher sollte man sich genau überlegen, auf welche Kämpfer man verzichten kann. Doch natürlich sind die Folgen aus einer Monstersynthese geerbte Fähigkeiten und Zauber, die von den Eltern weitergegeben werden. Das Coole ist, dass die Fähigkeiten und Zauber auswählbar sind und man so viele Möglichkeiten hat, das neue Monster abzustimmen.
Multiplayer
Klar ist, dass der Singleplayer im Vordergrund steht, doch der Multiplayer ist eine nette Dreingabe, die etwas Auflockerung in das Spielgeschehen bringen kann. Über die drahtlose Verbindung sind Monsterkämpfe gegen Freunde möglich oder sogar Monster Tausche.
Noch spannender ist allerdings die Nintendo Wi-Fi Verbindung. Dort kann man nämlich am Wildcard World Cup teilnehmen, um sich mit Spielern aus der ganzen Welt zu messen. Zunächst gelangt man in die World Cup-Lobby, wo man seine Monster registrieren kann, um zu sehen, wer die mächtigsten Monster großgezogen hat. Der Wildcard World Cup findet täglich statt und so muss man nur noch die gegnerischen Teams herunterladen, um gegen sie zu spielen. Das bedeutet, dass man nicht direkt gegen die anderen Spieler live antritt, sondern einfach nur gegen die ausgebildeten Teams kämpft. Zwar klingt das für manche sicherlich nicht gerade toll, doch als besonderes Schmankerl gibt es täglich aktualisierte Ranglisten, die man auf der offiziellen Website abrufen kann. Um die Motivation aufrecht zu erhalten, bekommen Gewinner sogar Preise.
Steuerung
Der Charakter wird ausschließlich mit dem digitalen Steuerkreuz bewegt, was sich allerdings alles andere als komfortabel gestaltet. Der Held steuert sich ziemlich abgehackt und so sind unschöne Erlebnisse vorprogrammiert. Zwar darf man die Kamera jederzeit mit der L- oder R-Taste dirigieren, doch es kommt wie es kommen muss und man läuft gegen einen Gegenstand oder herumtorkelnde Charaktere. Auch nicht gerade selten scheinen unsichtbare Punkte oder Wände in der Gegend herumzustehen, wo man einfach nicht weiterkommt. Einen Schritt zur Seite und alles ist in Butter. Das passiert vor allem öfters nach Kämpfen und ist ab und zu doch frustrierend.
Grafik
Grafisch präsentiert sich das Spiel im populären, aber auch stark kritisierten Cel-Shading Look. Die Umgebung, Monster, Charaktere, … einfach alles, erscheint im Comic Look und das ist in diesem Fall auch gut so. Hübsche Effekte runden den Gesamteindruck noch ab. Unschön hingegen ist jedoch das Wasser, welches extrem pixelig wirkt. Die in den Kämpfen unspektakulären Hintergründe kann man verschmerzen.
Sound
Tolle und ins Ohr gehende Musik. Gerade bei rundenbasierten Rollenspielen ist es immer wieder der Fall, dass im Kampfmodus eine einzige Melodie eingespielt wird, die nach einer gewissen Zeit unerträglich wird. Anders hingegen bei Dragon Quest Monsters - Joker. Man hat immer das Gefühl, dass es so sein muss und diese ihren Teil erfüllt. Auch sehr schöne Geräusche kann man bei Nacht aus den Lautsprechern empfangen, wenn etwa Grillen tschirpen.
(Fazit weiter unten)
Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.
| Game Facts | |||
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Entwickler: Square Enix |
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| Review | Dragon Quest Monsters - Joker | |
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Steuerung Ziemlich abgehackte Steuerung, die zwar nach einiger Einspielzeit Nebensache ist, jedoch nicht das Ultimatum darstellt. |
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Grafik Cel-Shading Look verleiht dem Spiel eine Comic artige Aufmachung, die allerdings Geschmackssache ist. |
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Sound Genré passende Musik und tolle Soundeffekte sind sehr gut gelungen und laden dazu ein, die Lautsprecher aufzudrehen. |
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Spielspaß Monster trainieren, Geheimnisse entdecken, von der großen Scout Meisterschaft träumen… . All das sind die Geheimnisse, die solche Spiele ausmachen. |
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Sonstiges + Monster züchten + Wi-Fi Modus - Maue Story - Charakter bleibt oft an unsichtbaren Punkten stecken |
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86% |
Fazit Man könnte meinen, dass Square Enix alles zu Gold verwandelt, was die Entwickler anfassen. So auch bei Dragon Quest Monsters - Joker, vorausgesetzt man mag ein Pokémon ähnliches Spielprinzip. Besonders Monster werben und trainieren birgt Spannung pur. Natürlich gibt es einige Kleinigkeiten, die man hätte besser machen können, wie etwa die sehr durchwachsene Steuerung. Jedoch kommt es auf das Gesamtpaket an und das ist wirklich sehr gelungen. Was man besonders positiv anrechnen sollte, sind die nicht mehr vorhandenen Zufallsbegegnungen mit Gegnern. Jetzt sieht man schon im Voraus die Gegner und kann diesen auch aus dem Weg gehen. |
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Galerie
Dragon Quest Monsters: Joker
‘Dragon Quest Monsters - Joker’ Video und Gold Status
Dragon Quest Monsters: Joker kommt am 14. März
Dragon Quest IV und mehr spielbar auf der TGS
Nintendo WFC Online Aktivität








24. März, 2008 um 1:20 am
Ich find euren Test sehr gut ,mit Bildern und nem Video.Könnt ruhig mal mehr Tests von spielen schreiben.
Eins hab ich aber nicht herausgefunden,wird der TS-Screen genutzt,oder nicht?
Und wie lange dauert der “Normale” Storymodus ungefähr(so,wie bei Pokemon wenn man das ziel geschafft hat ,die TOP 4 zu besiegen,also nicht alle Monster Fangen)
Bin sehr erfreut,hoffe nächste male wieder ein paar reviews zu lesen…
Gruss
PS:Warum muss man die email hier angeben,um nen Kommi zu Hinterlassen?Geht das nicht weg?Dann würd ich viel öfters meine meineung zu beiträgen schreiben.
24. März, 2008 um 2:12 am
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Zu deinen Fragen:
Der Tochscreen wird nur für Menüarbeiten benutzt, die man allerdings auch mit Steuerkreuz und Buttons erledigen kann.
Je nachdem wie lange man benötigt und sich Zeit lassen will, um Monster zu trainieren und sich in der Welt umzusehen, desto länger ist natürlich die Spielzeit. Das reguläre Spiel kann man in 40+ Stunden durchspielen, wenn man sich ran hält. Das heißt, dass die Spielzeit enorm ist.
Wir schreiben jetzt wieder mehr Reviews, da wir natürlich volle Unterstützung von allen namhaften Publishern bekommen, aber auch unterbesetzt waren, um mehrere Reviews zu veröffentlichen. In den nächsten Tagen folgen unter anderem Final Fantasy : CC und weitere Spiele.
24. März, 2008 um 12:18 pm
Die eMail-Adresse ist nur für Wordpress, die sieht niemand ausser den Adminstratoren.