Puzzle Quest: Challenge of the Warlords Review / Test

puzzlequest_packshot Stellt euch mal folgendes Szenario vor: Da kommt ein Entwickler und nimmt sich einem neuen Rollenspiel an. Statt dem Spiel allerdings herkömmliche Kämpfe zu spendieren, werden diese einfach durch Puzzles ausgetauscht. Ihr glaubt das gibt es nicht? Falsch gedacht, denn D3 Publisher geht diesen neuen Weg, erschuf ein neues Genré und taufte dies Puzzle Quest: Challenge of the Warlords. Das Spiel ist bereits für PC, PS2, PSP und Wii erhältlich und feierte auf jeder Plattform große Erfolge.

 

Jahrhunderte lang lebte die Welt Etheria in Frieden, nachdem der böse Lord Bane besiegt worden war. Doch eines Tages meldeten einige Städte unregelmäßige Angriffe. Trolle, Orcs und klapprige Skelette bedrohten die einst so friedliche Welt. Als frisch ausgebildete Palastwache muss man den Untoten und sonstigen Kreaturen Einhalt gewähren und das Königreich von den Fieslingen befreien. Sicherlich klingt das bis jetzt noch ziemlich unspektakulär und so wird es auch bleiben. Dennoch wird die epische Story niemals zu langweilig und bildet einen festen Bestandteil des Spieles.

puzzlequest

Wie bei einem Rollenspiel üblich, wird vor Beginn der Charakter erstellt. Dieser Charakter gehört einer bestimmten Klasse an und besitzt unterschiedliche Fähigkeiten. Bei Puzzle Quest gibt es die 4 Klassen Druide, Ritter, Krieger und Hexenmeister. Pro Klasse kann man außerdem von 4 verschiedenen Charakteren auswählen, die sich nur in ihrem Aussehen und Namen(kann geändert werden) unterscheiden. Während Ritter und Krieger die leistungsstarken Kämpfer sind, heizen Druiden und Hexenmeister den Gegnern mit ihren Zaubersprüchen ein.
Hat man seine Auswahl getätigt und sich mit der Story etwas vertraut gemacht, muss man sein Können unter Beweis stellen und gegen einen Dummy-Gegner antreten. Da dies kein echter Gegner ist und angreift, kann man das Spielprinzip ohne Bedenken üben.

puzzlequest7 Und genau im Spielprinzip unterscheidet sich Puzzle Quest von den Rollenspielen. Um gegen Gegner zu kämpfen, nimmt man einfach eine Aufgabe an oder läuft einem Gegner auf der Weltkarte in die Arme. Kommt es schließlich zum Kampf, verwandelt sich der Nintendo DS in ein virtuelles Spielbrett, welches sich in einem 8×8 Rastergitter aufteilt. Der Hauptsinn dahinter besagt, dass man 3 Spielsteine in eine Reihe bringen muss um diese aufzulösen und orientiert sich dabei an dem Klassiker Bejeweled.  Insgesamt gibt es 9 verschiedene Spielsteine, die je andere Fähigkeiten besitzen.
Blaue, gelbe, rote und grüne Manasteine füllen das Mana auf. Je nachdem welche Zaubersprüche oder Aktionen der Charakter bzw. Gegner hat, benötigt man eine gewisse Anzahl an bestimmtem Mana, um sie auszüführen. Die Kaffeekasse kann man mit Goldstücken auffüllen und mit lilanen Sternen werden Erfahrungspunkte beigesteuert. Besonders wichtig sind die Totenköpfe, die dem Konkurrenten die Lebensanzeige zu minimieren. Neben einer gebildeten 3er Reihe, sind auch 4 oder gar 5 Reihen, bei Totenköpfen auch mehr, möglich. Da diese beiden nicht so häufig wie die möglichen 3er Reihen auftreten, hat man hier noch weitere Fähigkeiten spendiert. Eine 4er Reihe lässt dem Spieler einen weiteren Zug planen und eine 5er Reihe bildet die sogenannten Wildcards. Mit ihnen kann man gesammelte Manasteine vermehren, die dem Manakonto dann gutgeschrieben werden.
Natürlich werden die aufgelösten Symbole wieder mit anderen Symbolen aufgefüllt, indem die vorhanden bei leeren Felder hinunter rutschen und sich das Spielfeld von oben herab mit neuen bestückt.

puzzlequest_symbole

Hat man einen Gegner bezwungen, also dessen Lebensenergie minimiert, bekommt man nach dem Kampf, und zumeist bei den Missionsgebern, Gold und Erfahrungspunkte, womit das Rollenspielprinzip wieder eintritt. Bei einer bestimmten Anzahl an Erfahrungspunkten steigt der Charakter im Level auf und bekommt Fertigkeitspunkte, die man auf die 7 Fertigkeitskategorien Luft-Magie, Erd-Magie, Feuer-Magie, Wasser-Magie, Kampf, Intelligenz und Moral verteilen kann. Je nachdem für was man sich entscheidet, hat dies positive Auswirkungen im Kampf. Bei Moral erhöht sich z.b. die Lebensenergie und die Gegner haben es schwerer diese senken zu lassen.

puzzlequest5 Auch für Gold kann man seinen Helden stärker machen und sich Rüstungsgegenstände und Waffen kaufen. Doch um das Spiel nicht völlig einfach zu machen, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllt haben, um eine jeweilige Rüstung oder Waffe kaufen zu können.
Nicht nur die Puzzles, Fähigkeiten und Ausrüstungsgegenstände bieten Taktik, sondern auch die eigene Zitadelle. Diese kann man später gegen Bares ausbauen und dort z.b. in der Gruft Monster gefangen nehmen, um ihre Zaubersprüche zu erlernen. Auch  Reittiere, erhöhtes monatliches Einkommen und Fertigkeiten kann man in der Zitadelle kontrollieren. Möchte man einen Gegner einfangen, startet das Einfang-Spiel, was sich komplett vom Hauptspiel unterscheidet. Dabei handelt es sich um das Spielbrett, wo einige Symbole in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind. Hier sind die grauen Gehirnzellen besonders gefordert, da der Lösungsweg meistens nur wenige Wege bereithält.
Doch was wäre ein Rollenspiel ohne ein Wirtshaus, indem Gerüchte aufkommen? Auch Puzzle Quest bietet solch eine Taverne. Die Gerüchte gibt es entweder kostenlos oder gegen Gold und dienen als Informationsquelle. Ein bereits wahrgenommenes Gerücht kann jederzeit angezeigt werden.

Grafik

Was erwartet man denn von einem Puzzle-RPG? Einfach aber effektiv lautet da die Devise. Die gesamten Charaktere und die Bilder sind liebevoll gestaltet und kommen im Manga-Stil daher, der es jedoch nicht übertreibt um unglaubwürdig zu wirken. Unschön ist die Tatsache, dass an einigen Textpassagen die Texte einfach so enden. Allerdings tritt dies eher selten auf. Leider treten häufig Framerate Einbrüche auf, die das Spiel kurz zum Ruckeln bringen. Besonders bemerkbar macht es sich beim Befüllen bzw. Laden des Spielbretts am Anfang bemerkbar oder bei einigen Auflösungen von Reihen.

Sound

Der Sound hört sich episch an, wie man es von Rollenspielen gewohnt ist. Spielt man Puzzle Quest eine längere Zeit, nervt die Musik durch die ständigen Wiederholungen.

(Fazit weiter unten)

Wir bedanken uns bei Koch Media für die freundliche Bereitstellung eines Testmusters.

Game Facts
ffrwpackshot

Entwickler: D3 Publisher
USK: -
Pegi: -
Multiplayer: 1-2 Spieler
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 29,99 / CHF 47.-
Website: www.d3publisher.us

Review Puzzle Quest: Challenge of the Warlords  
 
Beschreibung
Steuerung
Gesteuert wird mit dem Stylus, nicht mehr nicht weniger. Durch die Touchpad-Steuerung ist der Titel wunderbar für den Nintendo DS geeignet.
Grafik
Der Grafikstil enthält Charakterzüge im Mangastil und weiß zu gefallen.
Sound
Epische Klänge konfrontieren den Spieler mit Rollenspiel typischem Flair, nerven nach einiger Spielzeit allerdings und der Finger wandert gen Lautstärke Regler.
Spielspaß
Man kann von Puzzle Quest nicht genug bekommen. Immer und immer wieder möchte man seinen Charakter "Hoch-Leveln" und Puzzles lösen.
Sonstiges
+ Klasse Spielprinzip
+ Rollenspielelemente
+ Koop-Modus
+ Riesige Spielwelt
- Nicht seltene Framerate Einbrüche

84%

Fazit
D3 Publisher hat mit Puzzle Quest: Challenge of the Warlords ein ganz heißes Eisen im Feuer und wird sowohl Rollenspiel- als auch Puzzlefans begeistern können. Dabei ist es egal, wenn man die Hauptstory überspringt und die Rollenspiel-Elemente weglässt. Der Mix aus zwei verschiedenen Genrés bringt frischen Wind in die sonst so angestaubten Spielmechaniken. Was auf dem ersten Blick durch kryptische Symbole kompliziert aussieht, gestaltet sich als Spiel mit enormen Suchtfaktor, der stets zunimmt. Puzzle Quest ist spannender als Tetris und fordernder als Sudoku.

Allgemeiner Trailer


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Puzzle Quest: Galactrix schon im Oktober?

Puzzle Quest: Challenge of the Warlords

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Puzzle Quest: Challenge of the Warlords Trailer

7 Kommentare zu “Puzzle Quest: Challenge of the Warlords Review / Test”

  1. Shana
    Sagt::

    Puzzle Quest ist sicherlich ein tolles Spielprinzip, leider aber hat das Spiel gravierende Fehler.

    In Sachen Magie u. RPG im allgemeinen scheinen sich die Entwickler nicht sonderlich gut auszukennen. Zudem ist es extrem unfair, die Gegner mit übermächtigen Zaubern ausgestattet. Während man selbst nur wenig Schaden anrichten kann.

    Nächster Punkt wäre die Levelbegrenzung auf - Lvl. 50 - In dieser Lvl. hat man mikrige 191 Lebenspunkte, währenddessen man Gegnern mit nahezu 300 Lebenspunkten + 3 - 4 extrem starken Zaubern gegenüber steht.

    Nur ein Beispiel für die ” intelligente ” Programmierung:

    Der ” Todesblick ” Zauber benötigt:
    —> 45 grünes Mana + 30 rotes Mana - Die Manaanzeige bei ” grün ” geht —-> aber nur bis –> 35 <–, clever, echt.

    Somit kann man diesen starken Zauber gar nicht erst einsetzen, nachdem man ihm sich in mühevoller Kleinarbeit ” erdreht ” hat.

    Die Zusätze der Rüstungsgegenstände sind als absolut lächerlich zu bezeichnen und zu allen Überfluß auch noch mit Mana verbunden…usw…usw..

    Dazu gäbe es noch jede Menge zu schreiben……..

    Shana

  2. Shana
    Sagt::

    Nachsatz:

    Ein weiterer Minuspunkt für das Spiel ist, dass man die Zauber nicht ALLE gleichzeitig verwenden kann, sondern auf sechs Zauber beschränkt ist. ( In keinen einzigen Rollenspiel findet man diese Beschränkung ) und ist auch lächerlich und zusätzlich unfair.

    Dazu gäbe es noch jede Menge zu schreiben……..

    Shana

  3. Sebastian
    Sebastian
    Sagt::

    Hallo Shana,
    man muss sicherlich dazu sagen, dass Puzzle Quest eher ein Puzzlespiel mit RPG Elementen ist und nicht umgekehrt. Hält man sich das vor den Augen, fallen die “negativen” Dinge überhaupt nicht ins Gewicht. Selbst wenn man auf RPG keine Lust hat, kann man das Spiel auch ohne diese Sachen spielen.

    Auf welche Version beziehst du jetzt deine Aussage konkret(da die DS Version erst am 7. März erscheinen wird)? Ich kann nur von der Nintendo DS Version sprechen. Wirklich negative Sachen konnte ich nicht entdecken.
    (Zu deinen angesprochenen “mickrigen” Lebenspunkten ist es ja so, dass man sich in der Zitadelle später auch Lebenspunkte dazu kaufen kann)

  4. CreatorX
    Sagt::

    Also ich habe das Spiel für den DS und hab vorher die PC Version als Demo gespielt. Leider sind die Texte auf dem DS sehr unscharf und eher schlecht zu lesen. Außerdem wurde die Einstigshilfe, also die “Frau” die das Tutorial darstellen soll, “beschnitten” und ist auf dem DS weniger Hilfreich als z.B. auf dem PC (auch wenn man sicherlich alles auch im Handbuch nachlesen kann). Desweiteren wurde die DS Version mit weniger Musik ausgestattet, wodurch sich die Wiederholungen noch etwas mehr häufen. Das sind alle Sachen die mich auf dem DS stören, ansonsten sieht es auf allen Systemen absolut gleich aus und das ist für ein Spiel in der heutigen Zeit selten (ok, sowas war schon immer selten, auch zu Gameboy-Zeiten) und verdient schonmal Annerkennung an den Publischer. Des weiteren bin ich vollauf zufrieden mit dem RPG-Part. Was andere RPG´s an Rollenspiel-Elementen bieten wird bei PQ durch das herausragende Kampfsystem wieder wett gemacht und so gleicht sich alles wieder aus. Es ist zwar nur ein 8×8 großes Spielbrett, aber was sich da, bedingt durch die Zauber und Fähigkeitswerte von Charakter und Feind, an Taktischen Möglichkeiten ergeben ist Wahnsinn (hinzu kommen ja noch die 5er Totenschädel und die Jocker). Ja, das es so wenig Zaubersprüche gibt, die man in den Kampf mitnehmen kann, stört mich auch etwas, aber auch nicht wirklich so sehr. Wären alle Zaubersprüche im Kampf verfügbar, die man auch wirklich erlernt hat, wäre das Ganze eventuell noch einen Tick tacktischer, aber eventuell wäre man dann aber auch zu stark und das wär auch nicht toll. Alles in allem ein hervorragender Mix aus beiden Genres, wobei man eventuell nicht ein vollwertiges RPG erwarten soll, lieber ein tolles Puzzle mit RPG-Elementen, denn für ein reines RPG kommen dessen Elemente einfach zu Kurz und auch die Story kann nicht überzeugen. Ich freu mich schon riesig auf Galactrix und bin gespannt ob da die kleinen Fehler, die “Challenge of the Warlords” hat noch ausgemerzt werden.

  5. Sebastian
    Sebastian
    Sagt::

    @CreatorX
    Fällt es bei dir in der DS Version auch auf, dass es ab und zu Framerate Einbrüche gibt? Wenn viel los ist auf dem Bildschirm(wie im Review beschrieben), dann ruckelt das Spiel kurz. Leider tritt das nicht zu selten auf.

  6. CreatorX
    Sagt::

    Ja das ist mir zwar auch aufgefallen, aber um ehrlich zu sein, finde ich das nicht wirklich tragisch, da es wirklich nur kurz (fast unmerklich) auftritt. Es stört nur dann wenn man mehrere 4er oder 5er Reihen hintereinander schafft, also die Combos, und die Schrift somit den ganzen Bildschirm bedeckt. Aber da man sich ja quasi unendlich viel Zeit für einen Zug lassen kann, ist das wirklich zu verschmerzen.

  7. Stefan
    Sagt::

    @ Shana

    Neben den Lebenspunkten kann man in der Zitadelle, zumindest am PC, auch seine Magiefähigkeiten, sprich die 4 Manarten, aufleveln. Das resultiert nach einiger Zeit in einer höheren maximalen Kapazität. Im Gegensatz zur PC-Demo kann man aber nicht mehr unbeschränkt aufleveln.
    Zu den Zaubersprüchen: Wenn ich mich recht erinnere, musste man auch in Final Fantasy 7 Substanzen in die Slots der Waffen einbauen und damit bestimmen, welche Zauber/Fähigkeiten/Beschwörungen man in die Kämpfe mitnimmt, auch bei Teil 8 und 9 gab es mE nach Beschränkungen. Das macht ja gerade eine taktische Note aus, dass man nicht ALLES nutzen kann, sondern eine Wahl treffen muss.
    Die teilweise überstarken Gegner (wobei immer eine Menge Glück dabei ist) wurden durch die Unmöglichkeit zu sterben wettgemacht, eine, wie ich finde, nicht schlechte Designentscheidung, da so der Frust verloren geht. Das Glückselement ist aber dennoch manchmal sehr drastisch, kann aber mit der passenden Ausrüstung ganz gut in den Griff bekommen werden. Der Endkampf wurde beim ersten mal gewonnen.
    Was mich wirklich etwas verwundert hat ist die relativ kurze Spielzeit. Ich dachte, dass die GANZE Karte begehbar ist, nicht nur ungefähr ein Viertel. Nach einem Check im Internet wurde ich aber eines besseren belehrt. Ich denke, weitere Aufgaben wären nicht so schwer zu designen gewesen, da ja nur ein paar Bilder und etwas Text entworfen werden hätten müssen.

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