Die drei Fragezeichen(???) : Das Geheimnis der Geisterinsel Review / Test
Getreu nach dem Motto “Wir übernehmen jeden Fall”, begeistern die drei Hobbydedektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews zahlreiche Fans schon seit Jahrzehnten als Hörspiele und Bücher. Auch der erste Film “Die drei ??? – Das Geheimnis der Geisterinsel” (seit 8. November 2007 im Kino) führt in die bekannten Gefilde zurück und gilt als erster Teil der kommenden Film-Triologie. Entwickelt von 4Head, bringt Publisher ANACONDA(dtp) eine Filmumsetzung auf euren DS. DTP stellte uns freundlicherweise ein Rezensionsexemplar von Die drei Fragezeichen: Das Geheimnis der Geisterinsel zur Verfügung.
Die Geschichte
Angelehnt am Film, startet das Spiel auf dem Schrottplatz in Rocky Beach, Süd-Kalifornien, einem fiktiven Stadtteil. In der dort ansässigen geheimen Zentrale der drei Hobbydedektive, beginnt Justus die Sitzung. Peters Vater ist Architekt und bekommt von der reichen Miss Wilbur einen Auftrag zum Bau eines Themenparkes in Südafrika. Auf der Insel, welche die Geisterinsel genannt wird, soll der Freizeitpark errichtet werden. Peters Vater läd die drei Freunde gemeinsam zu einem Urlaub auf die Geisterinsel ein. Dort angekommen, trifft die Gruppe auf Gamba, einem auf der Insel lebenden Eingeborenen. Gamba warnt ausdrücklich vor dem Ungeheuer Tokolosh, welches auf der Insel sein Unwesen treiben soll. Doch niemand nimmt ihn ernst. Und so gibt es anschließend den ersten Vorfall: Miss Wilbur wird bei einer Besichtung in einer Höhle, von einem wilden Monster angegriffen und verletzt. Der Verdacht fällt sofort auf Gamba. Als Gamba verhaftet wurde, beauftragt seine Tochter Chris die drei Fragezeichen ihrem Vater zu helfen und seine Unschuld zu beweisen… .
Der Anfang, die erste Mission und die Fähigkeiten
Das Spiel beginnt kurz nach dem Dialog, als die drei Fragezeichen im
Flughafen gelandet sind, Peters Vater angetroffen haben und nun zum Hafen müssen, um das Boot zur Geisterinsel zu erwischen. Nachdem sie Peters Vater aus den Augen verloren haben und sich unfreiwillig auf einem Industriehafen befinden, müssen sie einen Weg zur anderen Seite des Hafens finden. Jetzt kommen wir ins Spiel. Nachdem der erste Hafenarbeiter uns zu dem zweiten Hafenarbeiter verwiesen hat und sich anscheinend die großen Tore ohne Schlüssel nicht öffnen lassen, müssen wir also einen Weg finden, um an die Schlüssel zu gelangen. Außer einem kleinen Vorsprung ist nichts zu finden. Als Spieler übernimmt man alle drei Charaktere, die man jederzeit wechseln kann. Jeder der drei Fragezeichen hat unterschiedliche Fähigkeiten. Justus kann Schleichen, Schieben/Ziehen , Objekte untersuchen und einen Baseball(zum Ablenken) werfen. Peter hat neben den Fähigkeiten Rennen, Treten und Springen auch die Möglichkeit ein Blasrohr zu benutzen. Bob´s Fähigkeiten hingegen sind Schwimmen, Tarnen, Heilen, mit seinem Rucksack z.b. Feuerbälle abzuwehren und eine Räuberleiter machen, bei der sich Peter auf höhere Ebenen begeben kann.
Zurück im Hafen wählen wir Peter aus, der über den kleinen Vorsprung springen kann und sich somit in einem anderen Teil des Hafens befindet. Nun müssen wir den ersten Schlüssel suchen und auf einen patrouillierenden Hafenarbeiter aufpassen. Ist der Schlüssel gefunden, können wir wieder auf die andere Seite des Geländes springen, wo die anderen beiden Detektive warten und das Tor aufmachen. Jetzt kann man alle 3 Charaktere nacheinander durch das Tor steuern und die Mission richtig beginnen.
So in etwa sind die meisten Missionen aufgebaut und bieten auch durch den stetigen Charakterwechsel zu wenig Abwechslung. Die Speicherpunkte sind zwar sehr großzügig verteilt, dennoch ist es nervig, wenn man nach einem Abgang in die Tiefe von vorne anfangen muss. Da hätte es ein Herz weniger für die Gesundheit auch getan.

Die Steuerung
Die Steuerung ist so simpel, dass sie schon ab der ersten Minute in Fleisch und Blut übergeht. Gesteuert werden die Charaktere mit dem Steuerkreuz und die A,B,X,Y-Knöpfe aktivieren die unterschiedlichen Fähigkeiten. Der Wechsel zwischen den Protagonisten findet entweder mit den beiden Schultertasten L und R statt, oder über den Touchscreen. Eine komfortable Lösung ist das Umschauen mit dem Touchscreen und den Stylus. Wenn man sich nicht sicher ist, wo sich ein Gegner gerade aufhält oder man die Umgebung genauer erkunden möchte, kann man in einem begrenzten Bereich den oberen Bildschirm in alle Richtungen verschieben. Auszusetzen gibt es an der Steuerung nichts. Wer nicht weiter weiss, der hat die Möglichkeit einen kleinen Messenger aufzurufen(Touchscreen), um sich seine Questziele anzeigen zu lassen.
Keine grafische und musikalische Meisterleistung
Die Grafik ist eher pfui statt hui. Grobe, pixelige Figuren und eine
ebenso detailarme Umgebung, stellen die ab und zu auftretenden Grafikfehler eher in den Hintergrund. Alleine die witzigen und putzigen Animationen können begeistern. Für das Spiel selbst ist die Grafik als zweckmäßig einzustufen.
Auch der Sound verdient keinen Orden. Immer wieder kehrende Melodien mit langweiligen Klängen und Soundeffekten, lassen den Finger in Richtung Soundregler gleiten. Da hätte man mehr Abwechslung reinbringen müssen.
Da kommt aber noch etwas
Während man mit den Hauptaufgaben beschäftigt ist, bleibt einem noch die Möglichkeit, sogenannte Beweise einzusammeln. Diese sind in der Spielwelt verteilt und lassen sich in drei Arten aufteilen: Fingerabdrücke, vergilbte Fotos und chiffrierte Codeschnipsel. Am Ende einer Mission kann man die Beweise anhand von Minispielen auswerten. Insgesamt gibt es 3 Minispiele: Fingerabdruckpulver, Dechiffriermaschine und Phantombilder. Als besonders spaßig gestaltet sich letzteres, wo man von einem kurz eingeblendeten Gesicht, ein Phantombild anfertigen muss.
Das war noch längst nicht alles, denn es gibt noch eine Hand voll Geheimnisse in dem Spiel, die wir euch aber nicht verraten möchten.
Fazit
Weder grafisch, noch musikalisch oder spielerisch ein Hit. Begeistern kann das Spiel aber größtenteils durch die gute Steuerung, den witzigen und putzigen Animationen, einigen Rätseln und der tiefgründigeren Anlehnung der Story an den Film. Die Minispiele bringen etwas Abwechslung in das Spiel und können begeistern.
Die drei Fragezeichen(???) : Das Geheimnis der Geisterinsel zielt bewusst auf eine jüngere Zielgruppe und deshalb fallen auch die Patzer nicht großartig ins Gewicht. Wer für die Kinder noch ein kleines Weihnachtsgeschenk sucht, darf sich das Spiel ruhig näher anschauen. Bei den Core-Gamern bleibt der Modulschacht der DS-Konsole allerdings leer.
Bewertet wird das Spiel von uns mit soliden 63%. Hier gilt allerdings zu sagen, dass Fans der Serie und die jüngeren Spieler auf ihre Kosten kommen können und somit nochmal 10% auf die Wertung dazu geben dürfen.
USK: ohne Altersbeschränkung
PEGI: 3+
Multiplayer: nein
Sprache: Deutsch
Preis: EUR 35 - EUR 40
Website: www.anaconda-games.de
Verfügbar: bereits erhältlich
Die drei ??? ermitteln jetzt zum Taschengeld
Geheimakte Tunguska - 5 Impressionen
Puzzle Quest ab morgen im Handel
Geheimakte Tunguska Impressionen
Review für Nintendogs




