‘The Legend of Zelda - The Phantom Hourglass’ Preview
Seit es den Nintendo Dual Screen gibt, hat auf kaum ein anderes Spiel ein Großteil der DS Besitzer so gewartet, wie auf das erste exklusive Zelda. Wir haben uns etwa zwei Stunden mit der Importversion auseinandergesetzt und präsentieren euch hier exklusiv, als eine der ersten Seiten überhaupt, Eindrücke vom Spiel.
Auch wenn es sich erst um den Beginn des Spiels handelt, sind trotzdem einige kleinere Spoiler (aber wirklich nur ganz kleine) im Text enthalten. Wer sich also die ganze Überraschung bis zum Release bei uns in Deutschland behalten möchte, sollte nicht weiterlesen.
Die Sprachbarriere ist erstmal keine, da auch der neuste Teil alle bekannten Elemente enthält, die ein typisches Zelda ausmachen. So konnten wir zwar kein Wort der Story verstehen, aber ein recht gutes Bild von der Spielmechanik bekommen. In diesem Zusammenhang muß man zunächst einmal erwähnen, das es nicht nötig ist, während des ganzen Spiels auch nur einen einzigen Knopf zu drücken. Sämtliche Funktionen sind mit einer Hand und dem Stylus ausführbar! Die andere bleibt frei für wichtigere Dinge…
So gut die meisten Aspekte dieser neuen Art der Steuerung gelöst wurden, gibt es natürlich auch einige kleinere Nachteile. So gibt es jetzt keinen Knopf mehr, um das Ziel ins Visir zu nehmen. Manch ein Kampf endet so in wildem Rumgefuchtel, mit der Hoffnung den Gegner nun endlich zu treffen. Aber ich vermute mal, dass man nach einigen Stunden Spielzeit dieses Manko auch den Griff bekommen wird.
Wenn man den Touchscreen berührt, escheint die kleine Fee an eben dieser Stelle und Link folgt ihr ohne Murren überall hin. Wenn eine Person oder ein Gegenstand in der Nähe ist, der benutzt werden kann, dann zeigt uns dies der weiße Winzling an. Ein weiterer Druck auf dieses Element, führt dann die entsprechende Aktion aus (angreifen, hochheben, ziehen, Schilder lesen etc.). Springen tut Link wie gehabt vollautomatisch, sobald er in die Nähe einer Kante kommt.
Inmsgesamt fühlt sich die Steuerung einerseits richtig gut an und funktioniert nach kurzer (30 minuten) Eingewöhnungsphase ohne Probleme, auf der anderen Seite hat man aber irgendwie das Gefühl, nicht so richtig in’s Spielgeschehen involviert zu sein. Das mag an der indirekten Steuerung von Link liegen, jedenfalls geht so ein wenig von der Spieltiefe flöten. Es ist halt einfach was anderes, Link mit dem Joypad oder der Wiimote und dem Nunchuck zu lenken.
Alle Funktionen wie Inventory, speichern usw. sind über zwei Buttons am unteren Rand anwählbar. Auch hier kann es vorkommen, dass man statt einen Gegner zu hauen, mal aus Versehen in einem der Menüs landet. Die Bildschirme des DS sind dann halt doch relativ klein. Dennoch ist die Struktur der Menüs sehr klar und übersichtlich.
Gegenstände, wie etwa der Boomerang, werden oben rechts angezeigt. Um ihn zu benutzen, muß man ihn zuerst berühren und danach entweder den Weg “einzeichnen”, den er fliegen soll, oder einfach auf einen Punkt drücken, für eine schnelle Aktion auszuführen. Die Flugweite ist auf die nähere Umgebung begrenzt, kann hier aber beliebig lange erfolgen. In der Praxis funktioniert dieses Prinzip auch recht ordentlich, nur wenn mal etwas mehr auf dem Bildschirm los ist, wird es manchmal etwas hektisch und man führt eine andere Aktion als die gewünschte aus.
Schön gelöst ist die Integration der Karte. Immer wenn wir eine Aktion ausführen, wird der Ort auf der Karte angezeigt. Zudem kann man ausser an bestimmten Orten (z.B. manche Dungeons), einen Text an jeder Stelle draufkritzeln. Auch gibt es einige Stellen, an denen das Mikrophon zum Einsatz kommt. So müssen beispielweise Kerzen ausgeblasen oder eine Karte vom Staub befreit werden. Alle diese Aktionen fallen einem nach kurzem überlegen direkt ein, da sie wirklich schön in’s Gesamtkonzept des Spiels eingefügt wurden.
Die Fahrt mit dem Boot wurde im Vergleich zu Windwaker komplett geändert. Da es diesesmal ein Dampfer ist, spielt der Wind für die Fahrtrichtung keine Rolle mehr. Ausserdem ist es vorbei mit dem freien Erkunden der Gewässer. Wenn man irgendwohin fahren möchte, dann muß man zwingend den Weg auf der speziellen Seekarte einzeichnen und darf auch erst losfahren, wenn man ein gültiges Ziel an seiner Route hat.
Damit man den DS während der nicht allzu kurzen Fahrten einfach aus der Hand legt, tauchen per Zufall Hindernisse im Meer auf. Mit einem speziellen Button am unteren Rand springt das Boot nämlich kurz in die Lüfte. So darf man also auch auf dem DS die langweiligen Seefahrten komplett auskosten. Das Boot kann in acht Kategorien wie z.B. Anker, Rehling oder Antriebsschaufel mit jeweils neun verschiedenen Optionen “getuned” werden. Bisher sind diese lediglich optischer Natur, ob sie sich im späteren Spielverlauf noch auf die Fähigkeiten des Schiffs auswirken, können wir nicht sagen.
Der erste Eindruck ist also druchweg positiv. Die Grafik sieht nicht ganz so schick aus, wie bei Wind Waker, sucht auf dem DS aber ihresgleichen. Die beiden Bildschirme, der Stylus und das Mikrophon wurden sehr sehr gut in das Spiel mit eingebunden. Wir können auch ohne die Story oder die Länge des Spiels zu kennen, schon jetzt eine absolute Kaufempfehlung, nicht nur für Zelda Fans aussprechen. Vor allem Neulinge werden dank der sehr einfach gehaltenen Steuerung (was etwas zu Lasten der Komplexität geht), viel Freude mit dem ersten portablen Zelda in 3D haben. Wer aber neben der Steuerung eine Revolution im Spieldesign erwartet, wird etwas enttäuscht. Es ist und bleibt dann halt doch ein Zelda wie wir es kennen und lieben.
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26. Juni, 2007 um 8:43 am
Gibt es schon einen Händler bei dem dieses Spiel in Deutschland erhältlich ist?
27. Juni, 2007 um 12:49 pm
Hmmm, wie man an euren Screenshots sieht, kommt das Spiel emuliert nicht so toll rüber, was die Grafik angeht.
27. Juni, 2007 um 12:56 pm
immer noch besser, als abfotografiert
19. Februar, 2008 um 2:26 pm
das spiel ist der hammer, nur leider häng ich gerade bei nen tempel : P