Bubble Bobble: Double Shot Review / Test
Wer erinnert sich noch an Bubble Bobble? Die zwei farbigen Dinos liessen mich in jungen Jahren in jeder 10-Minuten Pause in den Computerraum der Schule rennen, nur um ein paar Levels zu knacken. Die Rekorde überschlugen sich, Bubble Bobble wurde kult. Um so mehr freut es natürlich, dass die sympathischen Viecher es nun auch auf den DS geschafft haben. Ausnahmsweise blieb sogar das Spielprinzip bestehen, so dass man also weiterhin Fieslinge mit Blasen einfängt und Früchte sammelt. Mehr zu Bubble Bobble: Double Shot im Review!
Eine kleine Bubble Bobble Einführung für alle, die in ihrer Jugend was verpasst haben (oder noch zu jung sind): Die beiden witzige Drachen kämpfen sich in Jump’n'Run Manier durch 100 Levels, wobei der Schwierigkeitsgrad natürlich beständig steigt. Anders als in Nintendo Spielen kann man Feinde aber nicht mit einem beherzten Sprung auf den Kopf erledigen, sondern durch Kaugummiblasen. Eingehüllte Gegner lassen sich dann durch das Zerplatzen der Blase eliminieren und legen Boni und Früchte frei.
Farbenfrohe Welten - wie damals!
Die gute Nachricht zuerst: Hersteller Dreams aus Japan hat die Bubble Bobble Idee
mitsamt den klassischen Elementen wirklich komplett übernommen. Ein echtes Remake also, wenn auch die alten Levels nicht mehr mit von der Partie sind. Dafür sind Figuren und Aufgaben um so farbenfroher, wobei neu auch Hintergrundbilder zum Zuge kommen. Auch die Specials wie Blitze in Blasen (rechtzeitig zerplatzen lassen, um gleich mehrere Gegner umzunieten) sind wieder mit von der Partie. Nervenaufreibend auch das Zeitlimit: Wer sich keine Mühe gibt, wird bereits nach einer Minute durch eine Verdoppelung der Spielgeschwindigkeit arg in Bedrängnis gebracht. Eine falsche Bewegung, und die fiese Wal röstet einen.
“Nur” ein Remake?
Vielleicht kommt dem einen oder anderen von euch der Grafikstil von Bubble Bobble: Double
Shot bekannt vor. Das kommt nicht von ungefähr: Dreams hat bereits das Remake von New Zealand Story (zum Review) produziert. Und wie beim Kücken zeigen sich die Entwickler auch bei den Drachenbrüdern erstaunlich kreativ. Sie haben, ohne das alte Spielprinzip anzutasten, neue Funktionen und Elemente eingebaut. Neuerdings kann man nämlich direkt im Game seinen Drachen wechseln. Die unterschiedlich farbigen Drachen verschiessen auch andere Kaugummiblasen. Gegen diese sind gewisse Feinde wiederum immun, so dass man ständig wechseln muss. Dadurch wird das Spiel zwar ein bisschen hektisch, gewinnt aber auch für Veteranen enorm an Tiefe. Genial sind kombinierbare Farben: So können Bösewichte etwa auch einen violetten Stern haben, was bedeutet, dass man sie mit einer roten UND einer blauen Blase treffen muss. Tricky!
Steuerung: Touchscreen minimal
Während des Spiels ist der Touchscreen kaum zu gebrauchen. Erst bei Minigames, die nach dem
Ableben eine letzte Chance darstellen, kommt der Stylus zum Zuge. In Ausgabe eins gilt es, kleine Blasen mit dem Stift zu zeichnen, Version zwei lässt einen möglichst schnell rennen (berühren der Drachen.. äh.. füsse?) und im letzten Minigame gilt es, die richtige Farbe unter vielen Blasen zu finden und zu berühren. Die Steuerung ist allgemein intuitiv und unkompliziert, auch wenn sich bei uns das Gefühl breit machte, dass das Game nicht immer sofort reagiert.
100 Levels? Wow?
100 Levels tönt echt nach viel - ist es aber leider nicht. Ein Level füllt im Normalfall beide Bildschirme, gescrollt wird aber nicht. Auch bei drei Schwierigkeitsgraden und konstant komplexer werdender Levels täuscht nichts darüber hinweg, dass der Umfang von Double Shot etwas mager ausgefallen ist. Absolut empfehlenswert ist jedoch der Mehrspielermodus, der
ausnahmsweise nur kooperatives Gamen erlaubt. Besonders zu Dritt macht dies einen Heidenspass, da jeder einen Drachen übernimmt und man effektiv zusammen arbeiten muss.
Technisch macht Double Shot einen soliden, wenn auch kaum umwerfenden Eindruck. Die Grafik wurde auf heutiges Niveau gehoben, was aber gar nicht unbedingt hätte sein müssen: Die Oldie-Optik des Originalspiels hätte vielleicht deutlich mehr Charme rübergebracht, als die auf neu polierten Grafiken. Wer das Original aber nicht kennt, braucht sich darüber keine Gedanken zu machen.
Fazit
Als Bubble Bobble Fan war ich sehr gespannt auf die Umsetzung des Remakes. Leider wurde ich enttäuscht: Weder Grafik noch Levels sind die alten geblieben. Zwar hat Dreams das Spielprinzip beibehalten und gekonnt um neue Elemente ergänzt. Doch der schmalbrüstige Umfang, die eher zweckmässige Grafik und überhaupt das ganze Projekt riecht nicht unbedingt nach gelungenem Remake. Fans von Bubble Bobble sollten den ollen Drachen einen Besuch abstatten, alle anderen finden (gerade für den Nintendo DS bzw. als GBA Spiel) genügend Alternativen da draussen.
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USK: ohne Altersbeschränkung
PEGI: 3+
Multiplayer: 3 Spieler
Sprache: Anleitung (D/F/I/E), Spiel D
Preis: CHF 69.-
Website: www.risingstargames.com
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