Nintendogs: Labrador & Friends Review

Nintendogs Labrador Friends Review Nintendo DSNintendogs in all seinen Variationen ist wahrscheinlich der bisher grösste Erfolg für Nintendo und den DS. Kein Wunder, hat das Spiel doch dafür gesogt, dass der Handheld auch viele weibliche User und Technikmuffel verzaubern konnte. Höchste Zeit, dass wir das Review nachholen! Wir haben für euch Nintendogs: Labrador & Friends getestet und hoffen, dass der Test auch heute noch einen Blick wert ist.

Ich mag mich noch gut erinnern: Ein paar Monate nach dem DS Release in Japan las ich das erste Mal über Nintendogs. Die Idee schien sofort einzuleuchten und es war offensichtlich nur eine Frage der Zeit, bis das Spiel hier für Furore sorgen würde. Leider habe ich’s damals verpasst, mir eine Importversion zu bestellen und vor Freunden und Bekannten als DER Trendsetter schlechthin dazu stehen. Pech gehabt. Ein paar Monate später überfluteten die Nintendogs die USA und dann auch Europa.

Fantastisch einfache Spielidee
Die Idee hinter “Nintendogs” ist ganz einfach: Als Besitzer eines jungen Hundes muss man diesen richtig erziehen und mit dem erfolgreichen Abschluss von Wettbewerben auch die Kasse (wieder) auffüllen. Tönt nach einer Wirtschaftssimulation für Kinder, doch es steckt weitaus mehr dahinter. Zuerst muss man einem findigen Kopf bei Nintendo gratulieren: Die Idee, Kinder, Jugendliche, Grosseltern und sogar erwachsene, bärtige Typen einen Bildschirm per Stylus streicheln zu lassen, hat mächtig Stil. Das Ganze funktioniert so: Dank Nintendo’s Touchscreen belohnt man seinen Vierbeiner nicht etwa mit einem Knopfdruck, sondern darf ihn knuddeln, streicheln, waschen oder mit ihm spielen. Die ersten paar Stunden des Spieles vertrödelt man meistens mit wilden Streicheleinheiten, schon nur, weil es so schön und passend dargestellt wird. Der kleine Labrador ist einfach zu knuffig!
Als wäre das nicht genug, setzt Nintendo aber noch einen drauf: Der Hund wird wiederum nicht per Knopfdruck trainiert sondern … per Stimmkommando, na logisch! Wer also bei der nächsten Zugfahrt jemanden mit seinem DS sprechen sieht, hat vermutlich einen Nintendogs-User ertappt.

Knallhart kalkuliert
Nintendogs ist jedoch weitaus mehr, als nur ein virtueller Streichelzoo. Zu Beginn des Spiels steht man nämlich ohne Hund und mit nur 1000 Euro da. 500 gehen schon für den ersten Vierbeiner drauf, der natürlich auch fressen, trinken und spielen will. Spielzeuge und Gegenstände, Mobiliar und Wohnungen kosten Geld und das gibts nur, wenn man den Hund erfolgreich trainiert. Nintendo schafft hier auf wundersame Art und Weise den Spagat zwischen knuddligem Look und intelligenter Simulation. Der junge Hund kann übrigens nur begrenzt viele Befehle pro Tag lernen und ist nach Wettbewerben jeweils erschöpft - es ist also nicht möglich, ihn durch den Tag zu stressen. Pflege muss sein!
Damit man als Spieler bei Laune bleibt, gibt es nicht nur viele Spielzeuge zu kaufen, sondern auch neue Hunde zu entdecken. Insgesamt 20 Hunde (zwei sind versteckt) sind im Spiel untergebracht und motivieren immer aufs Neue.

Auf in den… Wettbewerb
Geld verdient man mit seinem Fifi und zwar bei Wettbewerben. Es gibt Hindernisparcours oder Wettkämpfe, bei denen der Hund beweisen muss, was er alles für Befehle kann. Unter Zeitdruck kann die Sturheit des Vierbeiners manchmal etwas nerven, da schon das magere Mikrofon des Nintendo DS oft für Trouble sorgt. Minutenlang wiederholt man das immer gleiche Kommando, ohne das der Hund einen Wank tut. Nur um dann herauszufinden, dass ein Familienmitglied dem Hund den Befehl anders beigebracht hat…
Die Kunststücke der Hunde werden mit der Zeit immer komplexer. Abhängig von der Rasse schnappen sie Fresbees, Bellen Sirenen nach oder machen sogar Saltos. Das Training durch den Spieler legt dabei fest, wie geschickt der Hund sich verhält. Streichelt und belohnt man zu oft, gewöhnt sich der Hund daran und verzieht keine Miene mehr. Ohne Belohnung reagiert er natürlich auch nicht. Einmal mehr erweist sich ein Kompromiss als das Richtige.

Grafik, WLAN und mehr
“Nintendogs” verfügt auch über einen WLAN Modus. Dabei können Besitzer Gegenstände und Hunde austauschen. “Nintendogs” ist ja in verschiedenen Variationen erhältlich, grundsätzlich können aber alle Hunde in jedem Spiel freigeschaltet werden. Schneller gehts per WLAN: Einfach einen anderen Besitzer in der Nähe anhauen und Spielzeuge oder Hunde tauschen. Der Clou: Es gibt Spielzeuge, die exklusiv nur in einer Nintendogs Variante auftauchen. Achtung, fertig, tauschen!
Grafisch macht “Nintendogs” einen hervorragenden Eindruck. Die Hunde bewegen sich unglaublich realistisch, rollen auf dem Rücken oder Springen nach Tennisbällen. Noch selten habe ich so schöne Animationen gesehen - eine perfekte Umsetzung des echten Hundeverhaltens. Auch der Sound enttäuscht nicht, so dass das Game auf technischer Ebene fast perfekt dasteht.

Fazit
Kurz und bündig: “Nintendogs” ist ein Spitzengame. Es ist klar, dass schlussendlich jedes Spielprinzip irgend jemandem nicht passt - vor allem die schon fast übertrieben niedlichen Hunde dürften nicht nur entzücken. Allerdings hat es Nintendo wie erwähnt geschafft, dem Spiel auch eine Menge Tiefgang zu verleihen. Die fast perfekte Integration der Steuerungsmechanismen des DS sind lobenswert und auch grafisch macht das Game jederzeit eine hervorragende Figur. Negativ: Oft wiederholen sich Spielabläufe eine Runde zuviel, so dass sich ungeduldige Zeitgenossen zusammenreissen müssen. Wenn die erste Euphorie und Hunde-Streichel-Stunden vorbei sind, muss man sich bewusst machen, dass Knuddeln Spass macht, aber es schliesslich ist wie überall auf der Welt: Es geht halt immer um die Kohle ;)

Mehr Screenshots gibts hier!

USK: ohne Altersbeschränkung
Multiplayer: eingeschränkt (Tauschmöglichkeit)
Sprache: Deutsch
Preis: CHF 78.-
Off. Website: nintendogs.de


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3 Kommentare zu “Nintendogs: Labrador & Friends Review”

  1. Pony Friends - Mädchen erobern die Gamewelt auf NDSWelt.com - Inoffizielles Nintendo DS Magazin
    Sagt::

    [...] Ja, früher war noch alles anders. Als wir Doom übers Schulnetzwerk spielten und Gamer als richtige Nerds abgestempelt wurden. Heute spielen kleine Mädchen Nintendo DS und die Packungen der Spiele sehen farbiger aus als ein McDonalds Kindergeburtstag. Ein weiteres Spiel für die Reihe “Nett, aber ne danke” kommt mit Pony Friends auf den Markt. Das Konzept ist nicht unbedingt neu: Ähnlich wie bei Nintendogs zieht man ein Pony (bis zu 7 verschieden Rassen gibt es) auf, dressiert es und pflegt es. Vermutlich beinhaltet das auch Bürsten via Stylus, Fressen geben, ausreiten, usw. Der Release ist für 2007 geplant, veröffentlicht wird das Game von Eidos (via gamespot). [...]

  2. Meine Tierarztpraxis Review / Test auf NDSWelt.com - Inoffizielles Nintendo DS Magazin
    Sagt::

    [...] The Sims Pets… oder wie? Der Hauptteil des Spiels kann erst betreten werden, wenn man eine Spielfigur und damit ein Savegame erstellt hat. Danach findet man sich auf der eigenen “Farm” wieder. Der obere Screen des DS zeigt aus einer Vogelperspektive den Tierbestand und allgemein die Gehege während auf dem unteren Screen vornehmlich mit dem Stylus gespielt wird. Ein Grossteil der Aufgaben entfallen dabei natürlich auf den Tierarzt-Betrieb. Wer Tiere unterhalten und pflegen will, muss natürlich auch etwas Kohle reinbringen, welche man den kleinen Patienen bzw. ihren Besitzern abnimmt. Das Spiel gestaltet sich dabei ähnlich wie Die Sims - Haustiere. Viele Arbeiten wie Spritze geben, Abtupfen, Waschen oder Nahrung geben werden quasi mit dem Stift direkt an Tier ausgeführt. Das Prinzip ist immer noch faszinierend, auch wenn seit Nintendogs nun wirklich nicht mehr so neu. [...]

  3. LEA B.
    Sagt::

    und wie viel soll der kosten

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